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Schadensklassen
in der Leichtathletik, mal anders...
ein
Beitrag von Catherine Bader-Bille
Wie oft stöhnen die Leute: Ich würde mir das ja gerne
ansehen, aber... so
viele Schadensklassen, da sieht doch keiner durch. Wer ist denn nun der
wahre Weltmeister? Warum werden die Klassen nicht zusammengefasst? usw.
Das erzeugt oft Schmunzeln, und die Menschen sollten nicht
gekränkt sein,
wenn Ihnen mangelndes Interesse unterstellt wird. Sie sollten diese
Fragen
dann einfach lassen, dieses Vorgetäuschte von Interesse ist
beleidigend:
Oder sich einfach damit beschäftigen!
Denn, kehren wir kurz den "Schadensklassen" den Rücken zu und
widmen uns dem
gemeinen Boxer. Hier gibt es mehrere Weltverbände, mehrere
Gewichtsklassen...mehrere Weltmeister! Jedem ist logisch, dass der
50kg-schwere Boxer nicht gegen einen 120kg-Mann antreten kann. Die
Hallen
sind voll jubelndem Publikum, die Besucher wissen genauestens um die
Unterschiede... und die Frage, warum so viele Weltmeister in der einen
Disziplin Boxen sein müssen, habe ich noch nie
gehört...
...folglich versteckt sich da wohl ein ganz anderer Grund...
wie auch immer, "Schadensklasse" ist auch nicht gerade mein
Lieblingswort,
dennoch eine kleine Einführung für Interessierte:
Es gibt grundsätzlich 5 verschiedene Kategorien
Athleten mit Sehbehinderung Klasse 11 - 13
Athleten mit geistiger Behinderung Klasse 20
Athleten mit Hirnschädigung (Spastiker) Klasse 32 - 38
Athleten mit Amputationen o.a. Behinderung (Les Autres) Klasse 42 - 46
Athleten mit Rückenmarkschäden (Rollstuhlfahrer)
Klasse 51 - 58
Diese 5 Kategorien unterteilen sich je nach Schweregrad der Behinderung
noch
mal auf, bei den Amputierten beispielsweise in Arm- und Beinamputierte,
wobei bei den Beinamputierten eine weitere Unterteilung in
Oberschenkel- und
Unterschenkelamputierte notwendig ist. Eine Unterscheidung in
Doppelamputierte gibt es nicht mehr. Diese Athleten starten in der
jeweils
schwereren Klasse z.B. BeinArmamputierte starten in der Klasse der
Beinamputierten. Athleten mit Sehbehinderung unterteilen sich in
Vollblinde
und Sehrestler, also Athleten mit (sehr) schwachem
Sehvermögen.
So gibt es in jeder Kategorie Differenzierungen, die wichtig sind, um
die
Leistungen der Athleten vergleichbar zu machen.
Zusammenlegungen der Klassen mögen den Behindertensport in der
Öffentlichkeit attraktiver machen, bedeuten aber für
den Athleten der
schwächeren Klasse das Aus!
...oder sollte es im Boxen auch nur eine "Gewichtsklasse" geben...???
Homepage Catherine Bader-Bille
CATHERINE BADER-BILLE MIT 2 TITELN BEI
SENIOREN
Catherine Bader-Bille
wurde zweifache Meisterin im Weit- und Hochsprung bei den 1. Deutschen
SeniorInnen Hallenmeisterschaften in der Leichtathletikhalle am
Steigerwaldstadion, Erfurt, in der
Gruppe W35. Eigentlich zählt Catherine Bader-Bille sich nicht
zu den Seniorinnen, aber nach mehreren Anfragen
sagte sie ihren Start zu. Zumal die Teilnahme als weitere Vorbereitung
zu den Weltmeisterschaften
der gehandicapten Ende Juli in Lille (Fr.) zusehen war. Die Teilnahme
wurde, wie man verfolgen
konnte, ein weiterer Erfolg in ihrer sportlichen Karriere. Am ersten
Tag gewann sie deutlich mit 5,45 m
den Weitsprung und am zweiten Tag in einer knappen Entscheidung mit
1,60 m den Hochsprung.
Besonders hat sie sich über den Weitsprung gefreut, bei dem
sie sich ein weiteres mal steigern konnte
und deutlich die WM-Norm (5,13 m) übersprungen hat.
Der TuS Jena und die Abteilung Behindertensport-Leichtathletik
beglückwünschen zu diesem Erfolg.
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Bei den deutschen
Meisterschaften der Behinderten in der Leichtathletik wurde Catherine
Bader-Bille deutsche Meisterin im Weitsprung und im Hochsprung. Die
Ausnahmeathletin des TuS Jena holte ausserdem noch die Silbermedaille
im Sprint über 100 Meter.
Ebenfalls erfolgreich waren Ivo Pögel im Kugelstossen mit der
Silbermedaille und Sven Solbrig im Speerwurf, ebenfalls mit der
Silbermedaille. Die Abteilung Behindertensport-Leichtathletik
gratuliert den Athleten/innen und den Trainern Erich Drechsler und Karl
Hellman zu ihren hervorragenden Leistungen.
Zu den
Weltmeisterschaften in Edminton werden die Weltbesten
Handicap-Leichtathleten zu Demonstrationswettkämpfen
eingeladen. Zu den eingeladenen Athleten zählt auch Catherine
Bader-Bille, die Deutschland bei den Wettkämpfen vertreten
wird.
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